Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 

https://myblog.de/papierleiche

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Schwarz auf Weiss


Es bröckeln von der kleinen Pappe

Die Züge meines blassen Gesichts

Weiche Kohle in flachen Schichten

Anfänge von kompletten Geschichten

Verse eines alten Gedichts


Lasst den Rahmen weg den schönen

Und lasst die Leute vorübergehen

Mögen ihre schwachen Augen

Die nicht zum rechten Sehen taugen

Das Leuchten goldner Rändern sehen


Während in einer stillen Ecke

Ich ungerührt im Licht verblasse

Und den der mich dort aufgehangen

Wo nie die Blicke hingelangen

Nicht im geringsten dafür hasse


Ich blende nicht mit bunten Farben

Und niemand stört sich wirklich dran

Das ich mich hier vollends entblöße

In meiner nicht vorhandnen Größe

In Schwäche die man sehen kann


Die Striche sind fest

Doch fast schon verschwunden

Die Schatten meiner Augen verschmiert

Merkt man’s wenn man sich selber verliert

Oder hab ich mich niemals gefunden


Suche das Bild mit den klaren Konturen

Bleibe verwirrt nur hier und da stehen

Beschienen vom künstlichen Licht

Reiht sich Gesicht an Gesicht

Und ich kann mich in keinem sehen


Ich erreiche meine stille Ecke

Und blicke auf die kahle Wand

Es hängt kein schöner Rahmen dort

Kalt und leer ist dieser Ort

Und mein Bildnis es verschwand


Auf das kleine weißen Schild

Schrieb jemand mit ein’gem Schwung

Wird es auch meistens übersehen

Weil alle nur vorübergehen

Portrait einer Erinnerung


14.10.06 13:17
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)

 Smileys einfügen
s



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung